Thesen zum Patriarchat in imperialistischen Staaten

0. Vorbemerkung

Dieses Thesenpapier ist nicht selbsterklärend, aber weckt vielleicht das Interesse näher mit uns ins Gespräch zu kommen.

Das Patriarchat ist älter als der Kapitalismus. Simone de Beauvoir und Friedrich Engels haben sich genauer mit dem historischen Ursprung des Patriarchats beschäftigt. Die Frage, die uns beschäftigt, ist aber, warum erhält sich das Patriarchat hier und heute. Was ist der Grund dafür, dass es in der Welt ist, nicht dass es in die Welt gekommen ist. Denn das muss man wissen, um es abzuschaffen. Staat, Kapital und das Patriarchat bilden die materielle Grundlage auf der sich die patriarchale Ideologie als notwendig falsches Bewusstsein reproduziert. Diese als Idee, die die Massen ergriffen hat, ist selbst materielle Gewalt. So wird das Patriarchat als soziale Praxis reproduziert. Das ist die dialektische Betrachtungsweise von Ideologie und materieller Grundlage.

Entgegen des verbreiteten Naturidealismus kennt die Natur keine Zwecke, denn in ihr waltet blind das Gesetz der Kausalität im Modus von Ursache und Wirkung. Insofern gibt es auch keine unnatürlichen Körper. Das Gerede von natürlichen und unnatürlichen Körpern offenbart bloß die Ideale der Redenden, die sie an die Körper herantragen. Um die Kritik dieser Ideale soll es im folgenden gehen.

Die patriarchale Ideologie ist eine Art des metaphysischen1 Denkens. Wohingegen der proletarische Feminismus die Anwendung des dialektischen Materialismus auf das Patriarchat ist. Der grundsätzliche Fehler der Metaphysik ist, dass sie den Gegenstand als gegeben, unwandelbar, und ewig nimmt. Wohingegen der dialektische Materialismus die Dinge in ihrem Werden begreift. Dadurch macht die Metaphysik den Fehler die Dinge als Äußerung von Kräften zu erklären. Die Kräfte bestehen dann in nichts anderem als ihre Äußerung hervorzubringen. In Bezug auf das Patriarchat werden verschiedenste Verhaltensweisen als „männlich“ oder „weiblich“ gedanklich zusammengefasst und dann durch eine Kraft, die angeblich in Männern und Frauen wirke, und dieses Verhalten hervorbringe, erklärt. Dieser Gedanke ist ein Zirkelschluss.

1. Der Mann als souveränes Subjekt

Der Inhalt von Männlichkeit besteht vor allem in Souveränität. Männer sind souveräne Herren in allen Situationen und zeichnen sich durch Eigenschaften wie Rationalität, Härte, Durchsetzungsfähigkeit und Selbstbeherrschung aus. Als metaphysische Identität behauptet Männlichkeit das Handeln von Männern als Wirkung ihres männlichen Wesens, ihrer Natur. Insofern werden die Gründe des jeweiligen Subjekts durchgestrichen. In den Inhalten des „männlichen Wesens“ erscheint die eigene Zurichtung für die Brutalitäten kapitalistischer Konkurrenz als Ideal.

Das abstrakte Ideal von Souveränität hat verschiedene Formen der Konkretisierung. So sind die einen echte Männer, weil sie selbstbeherrscht, eloquent und ökonomisch erfolgreich sind, und andere, weil sie körperliche Kraft haben, Gewalt ausüben und ertragen können. Um nur zwei Konkretisierungen zu nennen.

2. Die Frau als minderwertiges und passives Subjekt

Die Frau soll einfühlsam und opferbereit, emotional und irrational, unterwürfig und demütig, und nicht zuletzt schön und keusch sein. Einerseits wird behauptet, Frauen wären einfach von Natur aus so, andererseits wird es als Ideal von ihnen eingefordert. Die Frau wird mit einem Ideal konfrontiert, dem sie zu genügen hat – um sie, ihren Willen, ihre Bedürfnisse geht es dabei nicht. Gleichzeitig wird dieser Tugendterror damit gerechtfetigt, dass er ihr im Grunde naturgemäß wäre. So wird das Verhalten von Frauen mit dem Zirkelschluss erklärt, dass sie eben Frauen wären, und dieses Verhalten eben typisch weiblich wäre, was man ja daran sehen könne, dass die Frauen sich so verhalten – ein Gedanke, der sich im Kreis dreht und nichts wirklich erklärt.

Dieses Frauenbild ist sowohl eine Idealisierung als auch eine Abwertung. Denn der Inhalt des weiblichen Ideals wird im Verhältnis zum Inhalt des männlichen Ideals als minderwertig gesetzt.

3. Männliches Rechtsanspruchsdenken gegen Frauen

Gemäß der patriarchalen Ideologie haben Männner ein Recht auf Reproduktionsarbeit, privates Glück, und sexuelle Befriedigung gegen Frauen innerhalb der romantischen Zweierbeziehung aber auch außer ihr. Sexuelle Gewalt wird gegen Frauen in der Beziehung, in der Familie, im Freundeskreis oder gegen Fremde guten Gewissens praktiziert, denn der Mann habe ein Recht auf die rücksichtslose Durchsetzung seines Begehrens, und aus vielfachen Gründen wäre immer die Frau schuld. Das Recht auf Reproduktionsarbeit wird gegenüber der Partnerin, der Mutter oder der Mitbewohnerin, oder auch im Freundeskreis geltend gemacht. Das Recht auf privates Glück bezieht sich eigentlich immer auf die Partnerin, wird aber in modernen Beziehungen wechselseitig geltend gemacht – wobei es meistens die Männer sind, die das uneingelöste Glücksversprechen gewaltsam geltend machen: Familiendrama. Diese Häufung ist kein Zufall, denn Männer haben den Glücksanspruch gegenüber einer Frau, die quasi ihr Eigentum, also kein anerkanntes Subjekt, ist und Gewalt steht nicht im Widerspruch zur männlichen Geschlechtsidentität. Wohingegen Frauen den Glücksanspruch gegenüber einem von ihnen anerkannten Subjekt haben und zur Passivität, also schon gar nicht zur gewaltsamen Aktivität erzogen werden.

4. Abweichung von der Norm: Homosexualität, Transsexualität und Intersexualität

Menschen, die mit ihrem Begehren, ihrer geistigen Haltung zu ihrem Körper oder der Beschaffenheit ihres Körpers von der patriarchalen Norm abweichen, werden ausgegrenzt, abgewertet, und teilweise verfolgt und bestraft. Es gehört zur Idealisierung von heterosexueller Männlich- und Weiblichkeit dazu, dass alles andere als Abweichung abgewertet wird, und es hat seine falsche Folgerichtigkeit, das Ideal gegen die Wirklichkeit gewaltsam durchsetzen zu wollen.

Homosexualität wird vom bürgerlichen Staat entweder als Versuch privaten Glücks erlaubt oder als nutz- weil kinderlose Sexualität verboten. Neben dem Recht wird die Homosexualität auch Gegenstand der Sexualmoral und moralisch verurteilt und verfolgt. Zur Identität aufgeladenes Begehren ist homosexuell genauso ein metaphysischer Fehler wie heterosexuell.

Transsexualität ist immer ein metaphysischer Fehler. Der Gedanke, dass mein Körper nicht zu meinem geschlechtlichen Wesen passe, ist der gleiche metaphysische Gedanke wie der von cis-Menschen nur eben andersherum. Allerdings spricht genauso wie bei anderen Maßnahmen wie Brustvergrößerung oder Body Building nichts dagegen, dass Menschen ihren Körper gemäß ihren Wünschen formen.

Intersexualität gehört zum blind waltenden Prinzip der Kausalität in der Natur notwendig dazu. Die Behauptung, dass diese Körper unnatürlich wären, beruht auf dem naturidealistischen Fehler, Körpern den Zweck der Fortpflanzung zu unterstellen. In der Gesellschaft wird man sozial nach männlich und weiblich sortiert und ein Körper, der nicht in diese Kategorien passen will, kann zum Anlass für soziale Ausgrenzung und Bestrafung genommen werden.

5. Ideologie als materielle Gewalt: Das Patriarchat

Diese Ideologie ist gesellschaftlich durchgesetzt und führt so zu einer gesellschaftlichen Praxis. Es gibt im Denken und auch im Handeln Abweichungen davon, aber es ist die Normalität mit der alle konfrontiert werden. So ist das Patriarchat die Folge einer durchgesetzten Ideologie und als gesellschaftliche Praxis wiederum die materielle Grundlage auf der Subjekt- und Ideologiebildung geschehen.

Das Patriarchat ist ein Herrschaftsverhältnis, weil es Männern die Möglichkeit bietet ihren Willen gegen Frauen gewaltsam quasi als Recht zu setzen. Der Begriff Geschlechterverhältnis ist mangelhaft, weil in ihm diese Bestimmung untergeht.

6. Der Staat und das Patriarchat

a) Der Staat und die Frau

Der Staat bezieht sich mit einem widersprüchlichen Interesse auf das Patriarchat. Denn einerseits will er die Reproduktion seines Volkes organisieren und hat dafür in der bürgerlichen Familie und der Rolle der Frau im Patriarchat ein Mittel. Andererseits will er sein Benutzungsinteresse am Volk durch das Herrschaftsprogramm Freiheit, Gleichheit, Eigentum betätigen und auch die weibliche Arbeitskraft für die nationale Lohnarbeit und die Grundlage seiner Macht mobilisieren. In diesem Widerspruch zwischen Wirtschaftspolitik und Bevölkerungspolitik reformiert er ständig hin und her, und es ist eine Frage der historischen Umstände wie viel „Konservatismus“ oder „Feminismus“ gerade Einzug in die Staatsräson halten. Vermehrt interessiert sich der Staat für die Frau auch als potenzielles Kanonenfutter für Erfolg und Ehre des Vaterlands.

So konfrontiert der Staat Frauen mit Ansprüchen, die ihre Subjektbildung konstituieren.

b) Der Staat und der Mann

Der Mann ist für den Staat der hauptsächliche Teil der nationalen Arbeitskraft und Menschenmaterial in den Schützengräben oder Feinwerkzeug im asymmetrischen Krieg. So konfrontiert der Staat Männer mit Ansprüchen2, die ihre Subjektbildung konstituieren.

7. Das Kapital und das Patriarchat

a) Das Privateigentum als Bedingung patriarchaler Ausbeutung

Die ökonomische Bedingung dafür, dass die notwendige Arbeit zur Reproduktion der Arbeitskraft zur privaten Pflicht von Frauen gemacht werden kann, ist, dass sie privat organisiert wird. Das heißt, die ökonomische Bedingung der patriarchalen Ausbeutung der Frau ist das Privateigentum.

Das Privateigentum nötigt alle Gesellschaftsmitglieder Geld zu verdienen, und trennt sie gemäß ihnen dazu zur Verfügung stehenden Mitteln in Klassen. Das Volk muss dann mit dem verdienten Geld die Reproduktion seiner Arbeitskraft privat erledigen. Die nötige Arbeit zur Reproduktion der Arbeitskraft muss auch privat erledigt werden. Wenn die Produktionsmittel vergesellschaftet sind, kann zum Zweck der Bedürfnisbefriedigung produziert werden. Dann kann auch die Arbeit zur Reproduktion der Arbeitskraft Gegenstand planmäßiger, gesellschaftlicher Arbeitsteilung werden, statt zur privaten Pflicht von Frauen erklärt zu werden.

b) Die Situation der Lohnarbeit

Das proletarische Subjekt hängt vom Kapital ab. Es ist davon abhängig, dass über die eigene Arbeitskraft das Urteil gefällt wird, dass diese sich rentabel ausbeuten lässt und steht bei dem Versuch diesen Eindruck zu erwecken in Konkurrenz zu seines Gleichen. So versucht das proletarische Subjekt an sich die Kriterien des Kapitals herzustellen und sich gegen seine Klassengeschwister durchzusetzen. Der ökonomische Erfolg der sich als Sieg in dieser Konkurrenz einstellt, ist die Lohnzahlung mit der sich das Kapital die Kommandogewalt über die Arbeitskraft verschafft, um diese möglichst effizient auszubeuten. In dieser Situation bedeutet sein Interesse zu verfolgen, an sich die Ansprüche des Kapitals herzustellen. Dass Subjekte in dieser Situation sich die oben dargestellte männliche Identität zu eigen machen, hat seine falsche Folgerichtigkeit.

Inwiefern diese Ansprüche für die Subjektbildung von Frauen relevant sind, hängt davon ab in welche Richtung des widersprüchlichen Staatsinteresses die jeweilige Staatsräson ausschlägt.

c) Die Diskriminierung der Frau

Je geringer die Produktivkräfte ausgeprägt sind, desto wichtiger ist die Rolle der körperlichen Arbeitskraft. Insofern unterscheiden sich je nach Branche männliche und weibliche Körper vom Standpunkt des Kapitals. Weiterhin ist die Möglichkeit der Schwangerschaft ein Grund Frauenlöhne niedriger zu kalkulieren, in die Qualifikation von Frauen nicht zu investieren, und sie nicht aufsteigen zu lassen. Dies liegt nicht an der kurzen körperlich bedingten Leistungsminderung der Frau, sondern an der gesellschaftlichen Organisierung der Kindererziehung. Denn diese stellt sich für das Kapital als mangelhafte Verfügbarkeit der weiblichen Arbeitskraft dar.

Männer werden deshalb vom Kapital bevorzugt, bekommen im Schnitt höhere Löhne und haben bessere Karriereaussichten. So liefert das Kapital finanzielle Gründe für eine Familienplanung, die wiederum die Grundlage seiner Kalkulation reproduziert.

d) Kulturwaren und Patriarchat

Kulturwaren werden produziert, damit aus Geld mehr Geld wird. Um verkauft zu werden, müssen sie ein Bedürfnis bedienen, also einen Gebrauchswert haben. Die Bedürfnisse nach Kultur im Volk sind von der Notwendigkeit der Reproduktion der individuellen Arbeitskraft geprägt. Die arbeitende Bevölkerung versucht in erschöpftem Zustand geistig den Härten der Ausbeutung zu entfliehen. Dafür bekommt sie einen Zeitvertreib serviert, der keiner Anstrengung bedarf. Besonders der Film3 lässt in seiner objektiven Beschaffenheit keine Zeit für die Reflexion des Betrachters, wenn dieser die vorbeihuschenden Fakten nicht versäumen will. So bleibt nur Zeit für Assoziation und Identifikation. Dies passt zum Zweck des Vergnügens, das darin besteht das Leiden zu vergessen statt es zu kritisieren.

Zur Seite des Gebrauchswerts der Kulturwaren gehört weiterhin, dass sie sich inhaltlich auf bereits im Volk vorhandene Ideologien beziehen. Das heißt, dass die Kulturwaren nicht einfach neue Ideen in leere Köpfe füllen. Stattdessen beziehen sie sich auf verbreitete Ideologien. Gleichzeitig bieten sie Gelegenheit für das Publikum sich diese zu eigen zu machen – in einer Form die Reflexion nahe zu verunmöglicht und Assoziation und Identifikation nahe legt. So sind die Kulturwaren ein Beitrag zur Reproduktion des Patriarchats.

8. Die Dialektik von Staat, Kapital und Patriarchat

Staat und Kapital fanden das Patriarchat historisch vor und beziehen sich gemäß ihren Zwecken darauf. Als die bestimmenden Subjekte konfrontieren sie die von ihnen abhängigen Subjekte mit ihrem Benutzungsinteresse, und diese müssen in ihrer Subjektbildung mit diesen Ansprüchen fertig werden, um ihre systemimmanenten Interessen verfolgen zu können. Die Subjektivität als Resultat der geistig-tätigen Auseinandersetzung mit der Welt stellt sich so als Antwort auf die materiellen Verhältnisse dar. Die so entstehenden Subjekte sind selbst wieder patriarchale und entwickeln eine patriarchale, gesellschaftliche Praxis. Das Patriarchat ist selbst eine Wirklichkeit auf deren Grundlage, das Subjekt sich bildet. So erhält sich das Patriarchat im Kapitalismus.

9. Nation und Patriarchat

Die Frau, der die profane Rolle der Gebärmaschine für Nachschub an menschlicher Manövriermasse zugedacht wird, erfährt ihre nationalistische Heiligsprechung als fleischgewordene nationale Reinheit. Ihre Körperlichkeit ist nicht bloß dem Recht auf Ausübung des Begehrens der nationalen Mannschaft untergeordnet, sondern auch dem des Volks auf seine Zukunft oder besser des Staats auf sein zukünftiges Volk – und zwar in nationaler Reinheit. Zuletzt in Deutschland im Zuge der Silvesternacht von Köln 15/16, historisch zum Beispiel als Angst vor dem jüdischen Verführer, machen sich Männer Sorgen, um die sexuelle Verfügbarkeit ihrer Frauen. Das eigene Recht auf ihre Frauen sehen sie durch den unrechtmäßigen Zugriff auf sie durch Fremde bedroht. Die absurdeste Konsequenz dieses ideologischen Gemengelages aus Nationalismus und patriarchaler Ideologie war Anfang 2016 ein Bündnis aus Rechten, Türstehern und Rockern, also Männern, die teilweise ihren Lebensunterhalt mit der Organisierung von Prostitution verdienen, um „unsere Frauen zu schützen“. Vermischt wird dies mit der Angst vor „Rassenmischung“ oder „Volkstod“. Nationalisten sehen die nationale Identität durch Beziehung und insbesondere Kinderzeugung und Kindererziehung zwischen Frauen ihrer Nationalität und fremden Männern bedroht.

10. Proletarischer Feminismus

Weil das Patriarchat Ideologie und Gewalt ist, ist die feministische Praxis Agitation und Widerstand. Gegen die Ideologie helfen nur Argumente, und gegen ihre gewaltsame Praxis hilft nur Gewalt. Weil Männer tendenziell vom Patriarchat bevorteilt werden, darf die Befreiung der Frau nicht von ihrem Wohlwollen abhängig sein. Deshalb braucht es proletarisch-feministische, militante Frauenverbände. Weil Kapital und Staat die materielle Grundlage für die Erhaltung des Patriarchats bilden, fallen die Interessen der Frauen und der Arbeiterklasse nach Befreiung zusammen. Denn der Widerspruch von Kapital und Arbeit und der von Frau und Mann lassen sich nur gemeinsam, durch die proletarische Revolution abschaffen. Der proletarische Feminismus zielt auf die Befreiung aller Frauen.

Die Verstaatlichung der Produktionsmittel und Zerschlagung des bürgerlichen Staats, die Errichtung der Diktatur des Proletariats durch Räte, schafft das Patriarchat nicht automatisch ab. Doch in der Diktatur des Proletariats wird die weiter für den Kommunismus, gegen Konterrevolution und Patriarchat gekämpft. Und zwar mit den Mitteln, die wir haben, wenn wir – und nicht mehr der am Patriarchat interessierte Feind – an der Macht sind.

1Zur Gegenüberstellung von Dialektik und Metaphysik: Engels, Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft, in MEW 19, S. 202-209.

2Im Zuge der aktuellen Staatsräson in den imperialistischen Ländern soll die Frau für das Kapital verfügbar sein, was teilweise dazu führt, dass von Männern Teile der Reproduktionsarbeit übernommen werden. Dies macht sich teilweise auch in der Subjektbildung bemerkbar. Allerdings wird von kleinbürgerlichen Linken oftmals übertrieben, was die Relevanz dieser Abweichung von den klassischen Rollenbildern angeht.

3Die Wahrheit dieser Analyse kommt unter anderem in der Formulierung „sich berieseln lassen“ für Fernsehen zum Ausdruck.