Aufruf zum revolutionären 1. Mai: Antinationaler Block

Wir sind die, die ein Leben in ständiger Angst um den Job und damit die eigene Existenzgrundlage führen. Wir sind die, die gar keinen Job haben und sich auf dem Amt schikanieren lassen. Wir sind die, die bloß durch ein paar Schaufenster von den Gütern des schönen Lebens getrennt sind. Wir sind die, die Überstunden machen und die ganze Woche buckeln, damit das Geld nicht nur für Essen, sondern auch noch für die Reparatur der Waschmaschine und Spielzeug für die Kinder reicht. Wir sind die, die jede Menge Gründe haben, dieses System abzuschaffen.

Diese Zustände haben eine Ursache, die sich beseitigen lässt! Die Staaten dieser Welt garantieren das Privateigentum und schließen uns damit von fast allen nützlichen Dingen erst einmal aus. Denn nutzen dürfen wir nur, was uns gehört. Um an die nützlichen Dinge zu kommen, benötigen wir Geld. Um an Geld zu kommen, benötigen wir einen Lohn. Diesen bekommen wir nur, wenn ein Unternehmer denkt, dass wir ihm mehr einbringen, als wir ihn kosten. Das verbindet uns hierzulande mit den meisten Leuten auf diesem Planeten: Wir sind als arbeitende Klasse ständig die Angeschmierten!

Dieser Staat, der uns beschissene Lebensbedingungen diktiert, diese im Zweifelsfall mit seinen Bullen und Richtern, seinen Sachbearbeitern und Gerichtsvollziehern gegen uns durchsetzt, zieht seine Macht aus unserer Ausbeutung. Mit dieser Macht wendet er sich auch nach außen und drängt die kapitalistisch weniger erfolgreichen Staaten in ökonomische Abhängigkeiten oder lässt sie seine Gewalt handfest spüren. Entweder bombardiert er selbst Staaten und Regierungen, die seinem Interesse im Weg stehen, oder er unterstützt Mörderbanden vor Ort mit Geld und Waffen, damit sie einen Umsturz der Regierung in seinem Sinne herbeiführen. So oder so bringt er Leid und Elend über die Menschen, die dort leben. Das zu beenden heißt, weltweit die Menschen von ihrem Nationalismus abzubringen, also gegen ihre Herren aufzubringen.

Wenn wir nicht mehr unter diesen beschissenen Zuständen leiden wollen, müssen wir ihre Ursachen abschaffen! Dieser Staat, der das Privateigentum und damit die Lohnarbeit in die Welt setzt, schafft erst diese Drecksgesellschaft und gehört daher zerschlagen! Deswegen stehen wir nicht für die Kumpanei mit „unseren“ nationalen Herren ein, sondern kämpfen weltweit mit allen, die dies ebenfalls wollen! Unser Ziel ist eine an den Bedürfnissen der Menschen orientierte Planwirtschaft ohne staatliche Gewalt!

Das ist Kommunismus! Dafür organisieren wir uns – dafür kämpfen wir!
Klassenkampf statt Vaterland!