Aufruf 1. Mai in Bremen

Der erste Mai ist der internationale Kampftag der Arbeiterklasse.

Überall in der Welt gehen an diesem Tag Millionen von Arbeitern und Kommunisten auf die Straßen um für ihre Interessen, gegen
die der Herrschenden zu kämpfen. Dafür haben sie ziemlich gute Gründe. Wir rufen auf sich gemeinsam mit uns in den Kampf mit einzureihen. Nicht nur am ersten, sondern an allen Tagen im Jahr.

Organisiert euch mit uns gegen dieses System!

Wir sind die, die sich jeden Tag vom Chef scheuchen lassen. Wir sind die, die auf dem Amt terrorisiert werden. Wir sind die, deren Wohnungen schimmeln. Oder auch die, die keine Wohnung haben. Und wenn es für uns mal eine schöne Wohnung gibt, sind wir die, die nicht wissen, wie sie nach der Miete
noch das Essen, Klamotten oder Spielzeug für die Kinder finanzieren sollen.

Der Staat trennt uns durch das Eigentum vom Reichtum. Wir müssen Geld verdienen um an unsere
Lebensmittel zu kommen, doch haben nichts außer uns und unserer Arbeitskraft. Wir müssen an Lohn ran kommen. Wir müssen arbeiten um fremden Reichtum zu vermehren. Wir müssen unter dem Kommando der Bonzen schuften, damit sie reicher werden. Wir müssen beim Amt betteln, wenn wir
keinen Unternehmer finden, dessen Lotterleben wir ermöglichen dürfen. Wir sind die Ausgenutzten ihrer reichen Bundesrepublik. Unsere Ausbeutung ist der Stützpfeiler ihres unermesslichen Reichtums. Unsere Armut, ein permanenter Bestandteil ihrer Gewinnrechnung.

Der Staat, der uns diese schäbigen Lebensbedingungen diktiert mit seinen Gesetzen. Der Staat, der uns mit seinen Bullen jagt. Der Staat, der uns mit seinen Richtern verurteilt. Der Staat, der uns mit seinen Sachbearbeitern und Gerichtsvollziehern schikaniert. Dieser Staat, der diese Ordnung garantiert, in der wir die nützlichen Idioten der Bonzen sind, überzieht die ganze Welt mit Krieg und Elend.
Die imperialistischen Staaten plündern die Welt aus. Sie stützen blutige Regimes mit modernen Waffen. Regimes wie den islamistischen Staat Saudi Arabien, wo Schwule mit Folterstrafen überzogen werden. Regimes wie Israel, wo Araber als Menschen zweiter Klasse in Lagern gehalten werden. Oder
Regimes wie die Türkei, wo die amtierende Partei gerade einen Völkermord an den Kurden durchführt.
Moderne Waffen und Staatsbesuche kriegen sie nur dann, wenn sie kriechen und sich in die Weltordnung der erfolgreichen Imperialisten fügen.
Tanzen sie aus der Reihe, werden sie gestürzt, wie in Syrien oder dem Irak, wo rivalisierende Banden mit Waffen und Geld versorgt wurden und wo mittlerweile auch die NATO Bomben höchstpersönlich die Bevölkerung verbrennen.

Die Leidtragenden sind nie die, die in ihren Villen sitzen, sich das Spektakel auf
dem Flatscreen ansehen und dabei auf ihre Devisen schauen. Die Leidtragenden sind immer Menschen die so dran sind wie wir: Arbeiter.

Uns ist schon lange klar: Wenn wir diese Scheiße beenden wollen, dann müssen wir als Klasse kämpfen!

Für die Belange der arbeitenden Klasse gibt es hierzulande den DGB. Auch er demonstriert am ersten Mai. Man könnte meinen in der größten Arbeitervertretung einen mächtigen Verbündeten zu haben.
Doch sie demonstrieren bloß für eine Ausbeutung mit menschlicherem Antlitz. Einen Verschleiß der
Millionenmassen, zum Wohlfühlen quasi. Sie schreiben von „Sozialpartnerschaft“ und halten den Widerspruch zwischen den Bossen und uns für ein eigentlich harmonisches Verhältnis von Leuten, die eine Beschäftigung übrig haben und Leuten, die gerade eine brauchen.
Sie sind Fans von der Ausbeutung der
Arbeit durch eine Klasse von Schmarotzern und Sklaventreibern und Freunde des Eigentums, das nie denen gehört, die es schaffen.
Für sie offenbart sich bei Rationalisierungen, Lohnkürzungen und unbezahlten Überstunden nicht etwa der Charakter der Ausbeuterklasse, sondern der unmoralische Charakter eines profitgierigen Unternehmers. Die Ausbeutung hier, im Kapitalismus, wo das Streben nach Profit das bestimmende
Moment der ganzen Arbeit ist, interessiert sie nicht, oder sie winken es als „radikales Geschwätz“ ab. Sie wollen das System einer Klassengesellschaft, in der die einen für den Reichtum der Anderen schuften gar nicht abschaffen. Sie wollen lieber den „sozialen Frieden“ wahren und Deutschland konstruktiv mitgestalten. Wer es sich zur Aufgabe macht sich aktiv an diesem Laden zu beteiligen, für den wir immer nur bluten
sollen, der kann nicht Teil der Lösung sein, sondern ist immer Teil des Problems! So kommt es dann auch,dass sie ihre Arbeiter zur Genügsamkeit auffordern und gegen konsequente, kleine Gewerkschaften wie die GDL kämpfen, während sie von den Ausbeutern und Kanzlern dieses Landes mit Sektempfängen hofiert werden!

Wir sehen: Wir stecken bis zum Hals in der Scheiße. Es wird endlich Zeit selbst aufzustehen, für ein Ende dieses Dreckssystems!

Das funktioniert nämlich nur solange, wie wir es uns gefallen lassen! Wir schaffen jedes Auto, das sie zu ihren Empfängen kutschiert, jedes Brot das ihre Gesellschaft nährt, jeden Zaun der uns vom Eigentum trennt und jede Patrone, die für ihre Weltordnung tötet. Sie sind bloß der eine Prozent der den Ton angibt und in Saus und Braus lebt. Wir sind die wütenden Massen.

Wir können unser Leid nur beenden, wenn wir ihnen weltweit den Krieg erklären und gemeinsam den Kommunismus erkämpfen!Indem sich unsere Klasse in allen Ländern gegen ihre nationalen Herren wendet! Indem wir gemeinsam ihre imperialistische Weltordnung zerschlagen!

Kommt in den klassenkämpferischen Block auf der DGB Demo in Bremen und zeigt Staat, Kapital und DGB was ihr von ihnen haltet!

Proletarier aller Länder vereinigt euch!
Klassenkampf statt Vaterland!